Landgärtnerei Niemann

Gutes für den Garten

Die Landgärtnerei Niemann bietet Blühendes und Gemüsepflanzen für Großkunden und Endverbraucher an.

Alles beginnt mit Gewächshaus „Nr.1“

Wir schauen rund 70 Jahre zurück: Wilhelm Niemann sen. und seine Frau Frieda beginnen auf ihrem landwirtschaftlichen Betrieb mit dem Anbau von Gemüse. „Oma Rieke“ verkauft aus der Garage Erdbeeren, Blumenkohl und andere erntefrische Sorten. Neben privaten Abnehmern  werden auch damals schon Kunden aus dem Lebensmittel-Einzelhandel beliefert. Die Jungpflanzen für den Gemüseanbau werden zugekauft – bis sich Willi Niemann sagt: „Die können wir auch selbst züchten!“ Mit dem Bau des Gewächshauses „Nr.1“ in den 1950er Jahren schreiben die geschäftstüchtigen Großeltern der heutigen Geschäftsführerinnen Anne Niemann und Holle Niemann-Ahnefeld das erste Kapitel einer unternehmerischen Erfolgsgeschichte.

Garten-Fachhandel als Abnehmer

Landgärtnerei Niemann

Nach dem Studium der Agrarwissenschaft übernimmt Wilhelm Niemann jun. Anfang der 1970er Jahre den elterlichen Betrieb. Gemeinsam mit seiner Frau Emmi weitet er den Gemüseanbau und die Jungpflanzenanzucht stetig aus. Und diesmal hat die Junior-Chefin eine gute Idee: Warum nicht neben den verzehrfertig geernteten Produkten auch die Jungpflanzen verkaufen – der Bedarf an Gemüsesetzlingen für die privaten Gärten ist groß. Neben dem Direktvertrieb vor Ort werden auch die ersten Gartencenter beliefert. Mit dem Marktkauf-Baumarkt in Bielefeld gewinnt der Betrieb in den 1980er Jahren den ersten sogenannten Systemkunden – weitere sollen folgen.

Meilenstein Biogasanlage

Holle Niemann-Ahnefeld und Anne Niemann
Holle Niemann-Ahnefeld und Anne Niemann

Die Töchter Anne und Holle wachsen ganz automatisch in den Familienbetrieb hinein. 2009 übernehmen sie den Betrieb und teilen sich seitdem die Aufgaben: Anne, die ihr Gartenbaustudium mit Diplom abschloss, führt die Gärtnerei und den Großhandel; Holle mit kaufmännischer Ausbildung und Abschluss zur staatlich geprüften Betriebswirtin leitet den Einzelhandel direkt ab Hof. Inzwischen ist der Freilandanbau von Frischgemüse Geschichte.

Die Gärtnerei konzentriert sich voll auf die Produktion von Jungpflanzen für Hobbygärtner und begeistert Fachhändler in ganz Deutschland. Zu den Kunden zählen neben den bekannten Baumarktketten auch viele Fachgartencenter. Mit der Ausweitung der Gewächshausflächen steigt aber auch der Bedarf an Wärme für die kleinen Pflänzchen. Auf der Suche nach Lösungen kommt ein Tipp zur rechten Zeit: Biogas. Zusammen mit dem erfahrenen Partner Günter Meier gründet Anne Niemann die Friedewalder Bioenergie GmbH und Co. KG. Die Anlage liefert seitdem die Wärme zu kalkulierbaren Preisen – ein Riesenvorteil für das Unternehmen. Die wachsende Nachfrage der Großabnehmer führt zum aktuellen Bau des Gewächshauses Nr. 8.

Ausgezeichnet: Die „Veggie-Sisters“

Veggie-Sisters
Veggie-Sisters

Was macht die Gärtnerei Niemann erfolgreich?

Gute Zusammenarbeit: Landgärtnerei Niemann und Volksbank Mindener Land
Merle Bischoff, Holle Niemann-Ahnefeld und Anne Niemann mit Volksbank-Firmenkundenberater Rainer Wiebke

„DAS eine Erfolgsrezept gibt es nicht“, findet Anne Niemann, „eher viele einzelne Bausteine. Eine wesentliche Kraftquelle ist unsere Familie.“ Gute Ideen und der Mut zur Umsetzung gehören auch dazu. Herz und Leidenschaft für das, was man tut, helfen durch schwierige Phasen, die bei aller Planung unvermeidbar sind. Ganz wichtig außerdem: engagierte Mitarbeiter. Auf sieben Festangestellte und ca. dreißig Saisonarbeiter, die seit Jahren  im Frühjahr helfen, kann sich der Betrieb verlassen. Und nicht zu vergessen: kompetente Berater, die den Betrieb kennen und die passenden Lösungen suchen. Für Finanzfragen ist das seit über fünfzehn Jahren Rainer Wiebke. Der Firmenkundenberater der Volksbank Mindener Land mit dem Spezialgebiet Landwirtschaft ist selbst auf dem Bauernhof groß geworden und kennt die Bedürfnisse seiner Kunden aus eigener Erfahrung. „Von Anfang an unkompliziert und vertrauensvoll“, beschreibt Anne Niemann die Zusammenarbeit. Große Investitionen wurden gemeinsam umgesetzt. Auch in schwierigen Zeiten - Jahren mit Ernteschwankungen beispielsweise – fand man im gemeinsamen Gespräch Lösungen. „Wir profitieren von der regionalen und persönlichen Nähe. Genauso muss für uns Zusammenarbeit aussehen“, sagt Anne Niemann – weshalb die Gärtnerei Niemann auch keine weitere Bankverbindung brauche.

Ausblick

Merle Bischoff
Merle Bischoff

Mit Anne Niemanns Tochter Merle Bischoff, aktuell Gartenbau-Studentin in Osnabrück, steht die vierte Generation in den Startlöchern. Wenn sie der Familientradition folgt, wird auch sie traditionelle Unternehmenswerte mit innovativen Ideen bereichern.