Firmenportrait: SieKuTec

Bearbeitung von PU-Zahnriemen für den Maschinenbau

„Nur wer Profil hat, hinterlässt Spuren.“

In der heimischen Garage fing alles an: Der Kaufmann Axel Siekmeier und sein Bruder Karsten, gelernter Werkzeugmacher, taten sich zusammen und fertigten nach Feierabend und am Wochenende neben ihren eigentlichen Berufen Zahnriemen für den Maschinenbau an. Am 1. April 2001 gründeten sie die Firma „SieKuTec“, die Kurzform von „Siekmeier Kunststoff-Technik“. Ihre Kompetenz damals wie heute: die  Bearbeitung von PU-Zahnriemen für den Maschinenbau.  (PU steht für den Kunststoff Polyurethan.)

Werkzeuge werden selbst produziert

SieKuTec

Die ersten kleineren Aufträge zogen weitere und größere nach sich, so dass schon nach einem halben Jahr mehr Platz benötigt wurde. Die beiden Möllberger schauten sich in der näheren Umgebung um und wurden im Kraftwerk Veltheim fündig. Dort waren aufgrund rückläufiger Nutzung größere Raumkapazitäten frei, mit idealen Bedingungen für das Unternehmen - so ideal, dass diese Produktionsstätte bis Ende 2014 genutzt wurde.

Nach gut zwei Jahren war der Zeitpunkt für beide Brüder erreicht, ihre Jobs zu kündigen und sich mit voller Kraft ihrer Firma zu widmen. In ihrer Nische hatten sie sich von Anfang an den Ruf erarbeitet, gleichbleibend hohe Qualität schnell und flexibel abzuliefern. Ihr großes Plus: Die nötigen Werkzeuge werden ohne Ausnahme selbst produziert. Dieses spezielle und in der Branche herausragende Knowhow wurde über die Jahre stetig verfeinert und sorgte für weiter steigende Aufträge aus dem In- und Ausland. Heute besteht die Firma aus insgesamt acht Mitarbeitern, von denen sechs zur Familie Siekmeier gehören – ein echter Familienbetrieb also.

„Das Wort ‚Chef‘ hören wir nicht gern“

SieKuTec

Und das zeigt sich als zweiter großer Vorteil des Unternehmens: Das Betriebsklima ist sehr gut. „Das Wort ‚Chef‘ hören wir nicht gern“, sagt Axel Siekmeier. Jeder bringt sich ein, Ideen und Verbesserungsvorschläge werden gehört, man spricht auf Augenhöhe miteinander. Wenn die Auftragslage es erfordert, arbeiten auch mal alle mehr. „Zeit ist ein entscheidender Faktor in der Branche“, so Karsten Siekmeier. Genauso wird aber auch mal freitagmittags das Wochenende mit einem gemeinsamen Grillen eingeläutet. „Wir haben zufriedene Mitarbeiter“, sind sich die Brüder sicher.

Und die Zusammenarbeit mit ihrer Hausbank, der Volksbank Mindener Land? „Läuft sehr unkompliziert“, findet Karsten Siekmeier. Die Anschaffung der ersten Maschine bei Firmengründung regelte Kundenberater Thomas Mahn aus der Geschäftsstelle Holzhausen/Porta. Da die Ertragslage - abgesehen von einer kleinen Delle zur Zeit der Finanzkrise - immer sehr gut war und die Brüder regelmäßig wieder in die Firma investierten, war die Aufnahme von Fremdmitteln lange Zeit kein Thema. Als aber die Produktionsräume im Kraftwerk Veltheim zum Ende des Jahres 2014 gekündigt wurden, fiel die Entscheidung zum Hallenneubau im Industriegebiet Vennebeck. „Unser Berater Nils Kasten hat uns bei der Finanzierung zuverlässig und kompetent begleitet“, erklären die Brüder Siekmeier. Auch für alle anderen Finanzthemen steht er ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Seit Januar 2015 ist die neue Halle in Betrieb. Auch für eine Ausweitung wäre noch genügend Fläche vorhanden. Die beiden Geschäftsführer blicken deshalb gelassen und optimistisch in die Zukunft. „Wir stellen Verschleißteile her, die werden immer gebraucht“, sagt Axel Siekmeier. Da die Auftraggeber zum großen Teil Stammkunden sind, die die zuverlässige Auftragsbearbeitung der Familie Siekmeier zu schätzen wissen, ist diese Gelassenheit gut begründet.