Volksbank Mindener Land und Kriminalpolizei informieren gemeinsam

Bericht zur MitgliederAkademie Online-Banking mit Sicherheit

Informationsbeschaffung, Kommunikation, Spiele, Einkauf, Bankgeschäfte:
Die einen genießen arglos die Vorzüge des world wide web, die anderen lassen aus Angst vor den lauernden Gefahren konsequent die Finger davon. Wo liegt die Wahrheit? Wie so oft irgendwo in der Mitte.

Online-Banking mit Sicherheit

Umfassende Informationen sind immer eine gute Grundlage für die eigene Einschätzung. Rund 70 Mitglieder nutzten das Angebot der Volksbank Mindener Land, um genau diese Informationen zu bekommen, insbesondere auf die Fragen: Wie sicher ist mein Geld beim Online-Banking und wie kann ich selbst für eine höchstmögliche Sicherheit sorgen? Zwei ausgewiesene Experten standen Rede und Antwort.

Björn Barner, Volksbank-Berater für Elektronische Bankdienstleistungen, hielt einige Zahlen bereit, die die ständig steigende Nutzerzahl im Online-Banking belegen. So sind aktuell 44 % der Volksbank-Kunden Nutzer von online-Konten. Rund die Hälfte aller getätigten Überweisungen werden inzwischen online durchgeführt – in 2015 waren das über 350.000 Aufträge. Darauf wurden vierzehn Phishing-Angriffe ausgeführt. (Dahinter steckt der Versuch von Internetbetrügern, Bankkunden zu Überweisungen auf ein fremdes Konto zu verleiten und so ihre Konten zu plündern): zehn konnten abgewehrt werden, vier waren erfolgreich.

Mit dem Einhalten gewisser Regeln, so Barner, könne jeder Nutzer selbst viel für höchstmögliche Sicherheit tun. Dazu gehöre, den eigenen Rechner abzuschirmen und sehr aufmerksam zu prüfen, bevor man per Klick Freigaben erteile. Barner verwies auf die Homepage der Volksbank Mindener Land (https://www.vb-ml.de/online-geschaeftsstelle/sicherheit-service.html) und empfahl das Nutzen der Checklisten zum Online-Banking sowie des VR-Computerchecks. “Unsere Berater vor Ort helfen Ihnen gerne bei der Erstanmeldung und allen Fragen”, so Barner. Auch das Kunden-Service-Center und das Team Elektronische Bankdienstleistungen ständen bei Fragen und Problemen unterstützend zur Seite.

Das Bild, das Kriminalhauptkommissar Michael Marchel zeichnete, fiel berufsbedingt deutlich düsterer aus: “Ich zeige Ihnen die bösen Seiten des Internets”, so Marchel. Er erklärte ausführlich die gängigen Methoden der Betrüger, um an das Geld der Nutzer zu kommen. Trojaner in Mail-Anhängen, aber auch in Texten und Links, seien nach wie vor die Haupt-Übeltäter. Ihr Sinn: Zugang zum Rechner und somit zu den Bankkonten der Kunden zu erlangen und blitzschnell über einige Umwege Überweisungen auf  die Konten der Betrüger durchzuführen. Er beschrieb aber auch weitere Vorgehensweisen, beispielsweise telefonische Attacken. Dabei werde so überzeugend erklärt, dass man auf seinem Rechner eine Überweisung durchführen solle, dass darauf viele Menschen hereinfallen würden. “Mitdenken und aufpassen kann Ihnen keine Firewall und kein Virenprogramm ersparen”, mahnte Morche.

Viele Fragen wurden im Anschluss gestellt und von beiden Experten beantwortet. Am Ende war klar: Absolute Sicherheit wird es nicht geben. Das Risiko allerdings ist für die Teilnehmer berechenbarer geworden…

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