Achtsamkeit - ein Trend in hektischer Zeit

Bericht zur MitgliederAkademie

„Was erwarten Sie vom heutigen Abend? Bitte schreiben Sie es nur für sich auf einen Zettel.“ So begann der Vortrag von Eva Maria Meier zum Thema „Achtsamkeit“  -  einem Begriff, der zurzeit in aller Munde ist. In ihrem Vortrag machte die diplomierte Oecotrophologin, Heilpraktikerin für Psychotherapie und ehrenamtliche Krankenhaus-Seelsorgerin greifbar, was jede/r für sich aus dieser Form der Aufmerksamkeit ziehen kann. Nicht umsonst werden Achtsamkeitsübungen zur Stress-, Angst- und Schmerzreduktion eingesetzt.

Nach einer kleinen praktischen Übung für die 50 Gäste ging es Frau Meier weniger darum, die beste der vielen vorhandenen Definitionen zu erläutern, sondern ihren Zuhörern Möglichkeiten – kleine Inseln-  im persönlichen alltäglichen Ablauf aufzuzeigen, anhand derer man Achtsamkeit (aus-)übt. Wie wär‘s da zum Beispiel mit „Kaffeemaschinen-Tai-Chi“ oder „Ampel-Joga“? Gemeint ist: wiederkehrende Punkte im Alltag nutzen und ganz bewusst den Moment wahrzunehmen, Impulse und Gefühle beobachten und für sich benennen, aber nicht bewerten, und sich auf das Eigentliche konzentrieren: „Was will ich eigentlich?“

MitgliederAkademie Volksbank Mindener Land
Referentin Eva Maria Meier während ihres Vortrages

„Aufmerksamkeit ist wie ein Affe“, so Frau Meier. „Wir können sie immer nur kurz lenken.“ Diesen „Affen“ ein wenig zu bändigen, indem man innerlich einen Schritt zurück gehe, sich beobachte und nicht sofort reagiere, helfe, festgefahrene Denkschleifen zu unterbrechen.

„Leben ist hier und jetzt!“ Auch diese Aussage finde in der Achtsamkeit Beachtung. Sich auf den Moment zu konzentrieren und nicht alle Probleme von gestern und morgen gleichzeitig auch noch zu bewegen hilft, Stimmung, Lebenszufriedenheit und psychische Gesundheit zu steigern.

Fragen während des Vortrages wurden sofort beantwortet. Am Ende dann noch die Frage: „Haben Sie Ihren Zettel vom Anfang noch? Hätten Sie den Vortrag anders erlebt, wenn Sie den Zettel nicht geschrieben hätten?“ Außerdem die Empfehlungen, bei gesundheitlichen Problemen nicht den Gang zum Arzt zu vernachlässigen und: „Seien Sie nett zu Ihrem Affen, denn wie schon Sigmund Freud sagte: ‚Wir sind nicht Herr im eigenen Haus. ' "

Im Anschluss nutzen viele Gäste noch die Gelegenheit zum direkten Gespräch mit Frau Meier.

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