Wohnen im Alter

Altersgerecht umbauen, Generationenhäuser und betreutes Wohnen

Die Wünsche und Vorstellungen zum Wohnen im Alter verändern sich: Zum einen möchte die Mehrheit der älteren Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung wohnen bleiben. Zum anderen gibt es eine wachsende Zahl, die durchaus bereit ist, im Alter umzuziehen und etwas Neues auszuprobieren.  

Die Zahl der Möglichkeiten nimmt stetig zu. Sich bei die Vielzahl von Wohnformen einen genauen Überblick zu verschaffen ist nicht leicht. Informieren Sie sich rechtzeitig über die Alternativen. Ihre Volksbank Mindener Land eG unterstützt Sie dabei, die beste Möglichkeit für sich auszuwählen.

Das eigene Haus altersgerecht umbauen

Altersgerecht umbauen ist eine gute Möglichkeit, im eigenen Haus zufrieden alt zu werden. Die Kinder sind aus dem Haus und für ein oder zwei Personen ist das Eigenheim viel zu groß. Zudem verursacht die nicht genutzte Wohnfläche unnötige Kosten. Wer jetzt weniger Raum braucht, trennt möglichst eine Teilfläche mit eigenem Eingang ab, sodass sich ein Teil vermieten lässt.

Nicht nur die Größe, sondern auch die Ausstattung des Eigenheims kann im Alter zum Problem werden. Meistens sind es Kleinigkeiten, wie Stufen oder Schwellen, zu enge Türen oder fehlende Haltegriffe, die das Leben erschweren. Umso wichtiger ist es, dass die eigenen vier Wände den Bedürfnissen entsprechen und möglichst lange die Selbstständigkeit erhalten.

Generationenhaus

Förthof in Petershagen-Stemmer
Förthof in Petershagen-Stemmer

Immer mehr Menschen machen sich Gedanken über neue Wohnformen, die junge und alte Menschen zusammenbringen. Ein Generationenhaus bietet genau das. Die Bewohnerinnen und Bewohner helfen sich im Alltag gegenseitig, sei es bei der Kinderbetreuung, bei Einkäufen oder durch Fahrdienste. So entsteht eine Gemeinschaft, von der alle profitieren.

Sieben Menschen aus dem Ruhrgebiet und Berlin haben genau aus diesem Grund den "Förthof" in Petershagen-Stemmer aus- und umgebaut. Annete Weber-Vinkeloe: "Für uns ist das Zusammenleben mit unseren Familien und engen Freunden eine Grundüberzeugung. Wir wollen eine Gemeinschaft leben, in der jeder seine Eigenschaften und Stärken einbringen kann und in der wir füreinander da sind. Wir wünschen uns einen Ort, an dem die ganze Familie – unsere Eltern, unsere Kinder und wir, zusammenkommen können."

Altersgerecht Wohnen

Herbstfest 2015 im Bungalowpark Alexanderstraße
Herbstfest 2015 im Bungalowpark Alexanderstraße

Karl und Gerda Kutzner waren das Leben im großzügigen eigenen Haus mit viel Gartenfläche gewohnt. Vor einiger Zeit begaben sich die beiden, auf die Suche nach einem geeigneten Platz fürs Alter. Ein alleinstehendes Haus mit kleinem Garten, so ihre Vorstellung; ebenerdig und behindertengerecht sollte es sein. Seit Mai 2011 wohnen sie in ihrem Bungalow in der Alexanderstraße, und das ausgesprochen gern. Warum? „ Zum einen wegen der Infrastruktur: Wir haben gute Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte und Apotheke ganz in der Nähe“, erklärt Frau Kutzner. „Außerdem wegen der tollen neuen Nachbarschaft. Wir haben uns vorgenommen: Hier wollen wir zusammen alt werden!“

Im Bungalowpark Alexanderstraße in Minden-Dankersen entstanden insgesamt 26 freistehende Einfamilienhäuser, Doppelhaushälften und Reihenhäuser. So individuell wie die einzelnen Haustypen, so unterschiedlich sind ihre Bewohner. Von Jung - bis "nicht mehr ganz so Jung" sind alle Altersgruppen vertreten. Das Zentrum des Bungalowparks bildet das Gemeinschafthaus, welches den Bewohnern für Familienfeiern oder auch für gemeinsame "Dorffeste" zur Verfügung steht.

Betreutes Wohnen

Betreutes Wohnen verbindet altersgerechte Wohnungen mit der Möglichkeit, nach und nach Pflegedienstleistungen zu buchen. Im Gegensatz zur eigenen Pflegekraft ist diese Variante von den Kosten her überschaubar. Auch andere Dienste wie etwa Essen auf Rädern werden angeboten. Im Idealfall gibt es einen gemeinsamen Speisesaal für die Mahlzeiten oder ein angeschlossenes Cafe, in dem man regelmäßig zum Essen gehen kann.