Mitgliederversammlungen 2016

mit Amelie Fried, Werner Hansch und Dietmar Wischmeyer

Die Volksbank Mindener Land pflegt die gute Tradition, ihre Mitglieder einmal im Jahr einzuladen. Das geschmückte Festzelt zur Mindener Maiwies´n bietet den passenden Rahmen. Gestärkt durch einem leckeren Imbiss vorab folgen Informationen vom Vorstand. Vorstandssprecher Peter Scherf informierte die anwesenden Mitglieder über die Bankentwicklung. Eine wichtige Weichenstellung: die Bestellung seines Kollegen Udo Napp, der seit Januar 2016 den Vorstand der Volksbank Mindener Land komplettiert. Napp nutzte die Gelegenheit, sich den Mitgliedern persönlich vorzustellen.

Bericht zur Mitgliederversammlung mit Amelie Fried

"No risk, no fun - Wer nichts riskiert, verpasst das Leben"

Gastrednerin bei dieser ersten von drei Versammlungen  war die Fernsehmoderatorin und Buchautorin Amelie Fried mit dem Thema “No risk, no fun – Wer nichts riskiert, verpasst das Leben”. Unterlegt mit vielen teils persönlichen Beispielen ging sie auf “Hubschrauber-Eltern”, Optimierungswahn und Ängste in unserer Gesellschaft ein, sprach über Niederlagen als Chance für Fortschritt und persönliche Entwicklung und empfahl allen – sich selbst eingeschlossen – mehr Gelassenheit. Als Enscheidungshilfe riet sie: “Stellen Sie sich einfach die Frage: ‘Was ist das Schlimmste, was mir passieren könnte – und was ist das Beste, was ich gewinnen könnte?’” Ihre Botschaft auf den Punkt gebracht: Die Begriffe “Chance” und “Gefahr” (für die es nur ein chinesisches Schriftzeichen gibt)  sind zwei Seiten einer Medaille – das Eine ist ohne das Andere nicht zu haben.

Bericht zur Mitgliederversammlung mit Werner Hansch

"Wie alles begann ..."

Für die Fußballfans bot die zweite Veranstaltung mit Werner Hansch unvergleichliche Unterhaltung. Den Älteren ist die Reporter-Legende bekannt aus seiner Rundfunkzeit als DIE Stimme der samstäglichen Bundesliga-Reportagen, den Jüngeren als Kommentator von Konsolen-Fußballspielen. Viele Mindener hatten ihn darüber hinaus schon live beim Weserspucker-Turnier erlebt.

Unter der Überschrift “Wie alles begann” erzählte Werner Hansch aus seinem Leben – lebhaft, packend und witzig. Von der großen Besonderheit, als einer aus Recklinghausen-Süd Abitur machen zu dürfen – wo man als Sohn eines Bergmannes eigentlich auch Bergmann wurde. Von seinem Studentenjob auf der Trabrennbahn und wie er zu seiner ersten Stadionreportage auf Schalke in der “Glückauf-Kampfbahn” kam: Der etatmäßige Stadionsprecher war verhindert und schickte ihn – der bis dahin von Fußball keine Ahnung hatte - als Vertreter. Seine Begrüßung “Guten Tag, meine sehr verehrten Damen und Herren” hatten Fußballfans vorher noch nie gehört, und dass “mit der Start-Nummer 1: Norbert Nigbur” angesagt wurde, paste auch eher auf die Trabrennbahn. Trotzdem startete an diesem Tag seine unvergleichliche Karriere als Radioreporter, WM-Kommentator 1974 und Sportschau-Moderator. Hansch schaffte es spielend, seine Zuhörer zu fesseln: diese Stimme ist eben einzigartig.

Bericht zur Mitgliederversammlung mit Dietmar Wischmeyer

Günther der Treckerfahrer

Die dritte der drei Mitgliederversammlungen war zugleich die größte: Dietmar Wischmeyer erzählte als “Günther der Treckerfahrer” aus dem Leben in dem fiktiven Örtchen Plattengülle. Heinz-Torsten heiratet Annegret – natürlich aus dem Dorf. Junggesellenabschied, Polterabend, Standesamt und Hochzeit werden gefeiert wie sich das gehört: mit dem klassischen Essen mit “Fleischplatte: links Schwein, rechts Rind, in der Mitte mit Dosenpilzen abgedeckt. Gemüse so weich gekocht, dass es anschließend locker durch die Klospülung entsorgt werden kann.”

Auf die Schüppe genommen und deftig kommentiert wurden Feuerwehr und Schützenverein, fußballbegeisterte Männer und Nordic-walkende Frauen sowie die Ortspolitik. Parteizugehörigkeit  bei “mehr als 1 ha: CDU; Kaninchenzuchtverein: SPD - und wer sich mit jedem inne Köppe kriegt ist allein in der FDP”. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Zelt herrschte vom ersten Moment an großartige Stimmung. Es wurden Tränen gelacht, und ohne Zugabe wurde “Günther” nicht von der Bühne gelassen. Die behandelte dann den tatsächlich für den nächsten Tag terminierten “Vatertag”. Ob sich Gäste an den drastischen Schilderungen ein Beispiel genommen haben, ist nicht belegt…