Neue Volksbank-Zentrale: Alles unter einem Dach

An der Marienstraße laufen alle Fäden zusammen

Die Arbeiten zum Umbau der Zentrale der neuen Volksbank Mindener Land an der Marienstraße sind weitgehend abgeschlossen. Seit Mitte Juni ziehen die bislang auf sechs Standorte verteilten zentralen Abteilungen und Stabsbereiche unter ein gemeinsames Dach.

Zu den internen Volksbank-Abteilungen, die im ehemaligen Gebäude „Straßen NRW“ zusammengeführt wurden, zählen die Bereiche Personal, Unternehmenssteuerung, Unternehmensservice, Innenrevision, Marktmanagement und Kreditservice. Von den insgesamt 300 Volksbank-Beschäftigten haben etwa 120 ihren Arbeitsplatz an der Marienstraße.

Die Volksbank Mindener Land hat die verkehrstechnisch günstige Lage und das große Parkangebot an der Ausfallstraße nach Petershagen erkannt und entsprechend genutzt. Vorstand Ulrich Ernsting: „Für Dienstleistungen wie Bargeldversorgung, Überweisungen und Kontoinformationen, haben wir auf der Freifläche vor dem Gebäude einen SB-Pavillon errichtet und mit entsprechender Technik ausgestattet.“ Anlaufadresse für die qualifizierte Beratung bleibt aber nach wie vor eine der 30 Geschäftsstellen „um die Ecke“.

Zum Raumangebot der neuen Volksbank-Zentrale gehört neben Büros und Besprechungszimmern auch ein Veranstaltungsraum, der Platz für bis zu 130 Personen bietet. Desweiteren steht allen Mitarbeitern, aber auch externen Gästen und Besuchern, eine Kantine zur Verfügung. In knapp einem Jahr wurde das 20 Jahre alte Gebäude durch überwiegend heimische Handwerker passgenau für die Anforderungen einer modernen Bankzentrale umgebaut. So sorgen beispielsweise über 20 km neue Datenkabel für sicheren und schnellen Datentransfer.

Ein besonderes Augenmerk legten die Verantwortlichen auf niedrigen Energieverbrauch. Vorstand Peter Scherf: „Unsere neu installierte Photovoltaik-Anlage produziert 82 kWp. Damit können 68.300 kWh pro Jahr produziert werden, das entspricht dem durchschnittlichen Energiebedarf von ca. 20 Einfamilienhäusern. Per Einzelraumregelung werden in nicht belegten Räumen Beleuchtung und Heizung/Kühlung energieeffizient runtergefahren. Alle sanitären Anlagen sind mit besonders wassersparenden Armaturen ausgestattet.“

Auf einen „Tag der offenen Tür“ verzichtet die Volksbank Mindener Land bewusst. „Es ist inzwischen guter Brauch in unserem Hause, den Bezug neuer Gebäude zum Anlass für Spenden in der Region zu nehmen“, so Ulrich Ernsting. „Über die heimischen Vereine und Institutionen kommt das gespendete Geld den Bürgern im Mindener Land eher zugute als über Bratwurst und Freigetränke.“ Aktuell wird das Interkulturelle Begegnungszentrum Juxbude e.V. mit einer Spende in Höhe von 15.000 Euro bedacht. Damit soll u.a. in der Oberen Altstadt von Minden die offene Kinder- und Jugendarbeit der Juxbude durch einen Streetworker ergänzt werden. Dazu Peter Scherf: „Besser können wir das Geld nicht investieren als in die Zukunft junger Menschen.“

Spedenübergabe
Gemeinsam für die Jugendlichen in Mindens Oberer Altstadt: v.l.: Ulrich Ernsting (Volksbank), Franziska Hohmeier (Juxbude e.V.), Bürgermeister Michael Buhre, Ingrid Gänsicke (Juxbude e.V.) und Peter Scherf (Volksbank)