Volksbank Mindener Land setzt auf Vertrauen

Niedrigzinsniveau Anlass für viele Kundengespräche / Positive Zwischenbilanz

Die Volksbank Mindener Land hat eine erste positive Zwischenbilanz ihres Geschäftsjahres 2012 gezogen. „Die Rahmenbedingungen auf dem Finanzmarkt sind derzeit alles andere als leicht beherrschbar. Vor diesem Hintergrund dürfen wir mit Verlauf und Ergebnis unserer Geschäfte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zufrieden sein“, meinte Vorstandsmitglied Peter Scherf bei der Vorstellung der wichtigsten Bilanzpositionen.

Die vielleicht größte Herausforderung für Finanzdienstleister wie die Volksbank Mindener Land ist das derzeit extrem niedrige Zinsniveau. Vorstand Ulrich Ernsting: „Die Erwartung der Kunden an die Verzinsung ihrer Ersparnisse und die gegenwärtige Situation auf dem Kapitalmarkt wollen überhaupt nicht zusammenpassen.“ Mit anderen Worten: Die Sparer wünschen sich höhere Zinsen als die Bank in der aktuellen Niedrigzinsphase gewähren kann. Wenn es der Volksbank Mindener Land in diesem Umfeld dennoch gelungen ist, die Summe der Kundeneinlagen in etwa auf Vorjahresniveau zu halten, dann liegt das nach Ansicht von Peter Scherf vor allem an der engen persönlichen Beziehung zu den Anlegern. Der Vorstand: „Bank und Kunde müssen sich aufeinander zu bewegen. Das geht nur, wenn beide Seiten Vertrauen zueinander haben.“

Insgesamt 736,5 Millionen Euro hatten die Mitglieder und Kunden der Volksbank Mindener Land ihrem Institut zum Stichtag 30. Juni als bilanzielle Einlagen anvertraut. Dies sind 7,8 Millionen Euro oder 1,06 Prozent weniger als sechs Monate zuvor. Den leichten Rückgang führt der Vorstand auch auf eine stärkere Konsumneigung der Sparer zurück. Vorstandsmitglied Ulrich Ernsting: „Die Menschen reagieren auf das niedrige Zinsniveau, aber auch auf die Unsicherheit an den Finanzmärkten. Sie investieren in das Wohnumfeld und ihre Mobilität oder gönnen sich großzügigere Urlaubsreisen.“

Halbjahresbilanz
Bilanz des 1. Halbjahres 2012

Auch die Bank reagiert auf die veränderten Rahmenbedingungen mit einer veränderten Strategie im Eigenanlagemanagement und einer noch intensiveren Ausrichtung auf das Kundengeschäft. Peter Scherf: „Unsere bankeigenen Wertpapieranlagen werden zielgerichtet zurückgefahren, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Bilanzsumme der Bank.“ Bei der Volksbank Mindener Land lag diese wichtige Messgröße zur Jahresmitte nahezu unverändert zum Jahresende 2011 bei 1,03 Milliarden Euro.

Die Aktivseite der Bilanz ist von einer stärkeren Nachfrage nach Krediten im Firmenkundengeschäft geprägt. So lag die Summe der hier erfassten Ausleihungen an Kunden zur Jahresmitte um knapp 21 Millionen Euro (3,25 Prozent) über dem Stand Ende 2011. Für weitere 132 Millionen Euro hat die Volksbank Mindener Land Kreditwünsche ihrer Kunden an die Spezialinstitute aus der genossenschaftlichen Finanzgruppe vermittelt.

Aus Sicht der Bank erfreulich hat sich in den ersten sechs Monaten das Dienstleistungs- und Vermittlungsgeschäft entwickelt. So konnte das Vermittlungsgeschäft von Bauspar- und Versicherungsverträgen ausgeweitet werden. Auch die aktuell diskutierte private Altersvorsorge (z.B. ein Riesterprodukt) wird von den Kunden nachgefragt. Vorstand Ulrich Ernsting: „Im Rahmen der ganzheitlichen bedarfsbezogenen Beratung ist die Altersvorsorgeberatung ein wichtiger Baustein."

Nahezu unverändert ist das Personaltableau der Volksbank Mindener Land. 306 Mitarbeiter/innen (inklusive 18 Auszubildender) sind per 30.06.2012 für die Kreditgenossenschaft tätig. Dazu kommen neun weitere Auszubildende (davon zwei duale Studenten), die am 1. August ihre berufliche Laufbahn starteten. Das Geschäftsgebiet der Bank erstreckt sich nach wie vor auf die vier Kommunen Hille, Minden, Petershagen und Porta Westalica. In diesem Raum mit etwa 160.000 Einwohnern ist das Institut an 30 Stellen persönlich für seine Mitglieder und Kunden erreichbar.