Per "Navi" zum Idealberuf

Weiterführende Schulen nutzen den „Berufsnavigator“ zur Orientierung

Im dritten Jahr ist der Berufsnavigator an weiterführenden Schulen im Mühlenkreis unterwegs. Die Volksbanken im Mühlenkreis und die Agentur für Arbeit schultern die jährlichen Kosten von ca. 100.000 Euro, um jungen Menschen den Schritt in die Berufswahl zu erleichtern.

Von Anfang an dabei ist die Hauptschule Todtenhausen. Ca. 60 Schüler/innen des Jahrgangs 9 nutzten den Berufsnavigator.

Berufswahlkoordinatorin Sigrid Brink erklärt, warum sich die Schule für dieses Projekt entschieden hat:

„Viele Schulabgänger haben keine oder eine sehr vage Vorstellung für ihre berufliche Zukunft. Das führt dazu, dass viele später von ihrem Ausbildungsberuf enttäuscht sind und die Abbrecherquote relativ hoch ist. Der Berufsnavigator zeigt ihnen sehr klar ihre Stärken auf und klärt im anschließenden Gespräch, welche Berufe dazu passen.“

Berufsnavigator an der Hauptschule Todtenhausen
Michaela Weide (Volksbank Mindener Land) führte den Berufsnavigator durch

Und so funktioniert die „Navigation“: Im ersten Schritt arbeiten die Schüler/innen ihr Stärkenprofil heraus. In Dreier- oder Vierergruppen bewerten Schüler sich selbst und ihre Freunde zu persönlichen Kompetenzen wie z.B. Ehrgeiz, Kreativität, Intelligenz. Im zweiten Schritt ordnet die Berufsnavigator-Software diesen Stärken passende Berufsbilder zu. Dann folgt als dritter sehr wichtiger Schritt das Gespräch, in dem erfahrene externe Berater, oft Ausbilder aus der Region, die empfohlenen Berufe mit den Neigungen der jungen Menschen abgleichen und entsprechende Empfehlungen aussprechen.

Nach der Durchführung geben die Schüler/innen ein durchweg positives Feedback: „Wir wissen jetzt nicht nur, worin wir gut sind, sondern haben auch noch konkrete Tipps für die weiteren Schritte bekommen. Und die werden wir jetzt angehen!“

Ausgestattet mit diesen Erkenntnissen und Denkanstößen können sich junge Menschen gezielt auf den Weg zu weiteren Informationen über ihre Wunschausbildung machen: So greifen die Berufsberater der Arbeitsagentur die Ergebnisse des Berufsnavigators auf und erarbeiten persönliche, ggfs. auch alternative, Lösungen für jeden einzelnen Schüler. So gut vorbereitet kann bei der Berufswahl sicher nicht mehr viel schief gehen.