Schüler des Weserkollegs nutzen Berufsnavigator zur Orientierung

Am 11. Juni 2013 fand am Weser-Kolleg Minden der Berufsnavigator statt. Der Berufsnavigator – eine Initiative der Volksbanken im Mühlenkreis und der Agentur für Arbeit Herford - vermittelt jungen Menschen, direkt an ihrer Schule, innerhalb eines Tages komprimierte Informationen über ihre persönlichen Stärken, die dazu passenden Berufsbilder und die nächsten Schritte auf dem Weg zum „richtigen“ Beruf.

2010 wurde der Berufsnavigator erstmals flächendeckend allen weiterführenden Schulen im Kreis Minden-Lübbecke angeboten. Möglich wurde dies durch die Initiative der Volksbanken im Mühlenkreis. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit schultern sie die jährlichen Kosten von ca. 100.000 Euro, um jungen Menschen den Schritt in die Berufswahl zu erleichtern. „In Zeiten des demographischen Wandels kommt es darauf an, die Potentiale junger Menschen zu nutzen. Wer einen Beruf ausüben kann, der ihm liegt, wird motivierter und leistungsfähiger sein als jemand mit ungeliebten Tätigkeiten,“ so Peter Scherf, Vorstand der Volksbank Mindener Land. „Die Volksbanken im Mühlenkreis übernehmen hier Verantwortung, indem sie den Berufsnavigator sowohl finanziell als auch personell unterstützen.“

Seit 2011 ist das Weserkolleg dabei. Rund 70 Schüler/innen nutzten den Berufsnavigator. Und so funktioniert die „Navigation“: Im ersten Schritt arbeiten die Schüler/innen ihr Stärkenprofil heraus. In Dreier- oder Vierergruppen bewerten Schüler sich selbst und ihre Freunde zu persönlichen Kompetenzen wie z.B. Ehrgeiz, Kreativität, Intelligenz. Im zweiten Schritt ordnet die Berufsnavigator-Software diesen Stärken passende Berufsbilder zu. Dann folgt als dritter sehr wichtiger Schritt das Gespräch, in dem erfahrene externe Berater, oft Ausbilder aus der Region, die empfohlenen Berufe mit den Neigungen der jungen Menschen abgleichen und entsprechende Empfehlungen aussprechen.

„Es gibt mittlerweile sehr viele Berufsbilder, einige sind den Jugendlichen gar nicht bekannt und viele müssen sich erst komplett orientieren.

Der Berufsnavigator unterstützt uns sehr in unserer täglichen Arbeit mit den Jugendlichen“, erklärt Günter Leßmann, Teamleiter der Berufsberatung der Mindener Agentur für Arbeit.

Annika Steffen (Volksbank Mindener Land) erklärt den Berufsnavigator
Annika Steffen (Volksbank Mindener Land) erklärt den Berufsnavigator

Nach der Durchführung geben die Schüler/innen ein durchweg positives Feedback: „Wir wissen jetzt nicht nur, worin wir gut sind, sondern haben auch noch konkrete Tipps für die weiteren Schritte bekommen. Und die werden wir jetzt angehen!“

Ausgestattet mit diesen Erkenntnissen und Denkanstößen können sich junge Menschen gezielt auf den Weg zu weiteren Informationen über ihre Wunschausbildung machen: So greifen die Berufsberater der Arbeitsagentur die Ergebnisse des Berufsnavigators auf und erarbeiten persönliche, ggfs. auch alternative, Lösungen für jeden einzelnen Schüler. So gut vorbereitet kann bei der Berufswahl sicher nicht mehr viel schief gehen.