Volksbank Mindener Land 2012 im Vorwärtsgang

Deutliche Zuwächse auf beiden Seiten der Bilanz / Ziel: Jeder Kunde ist Mitglied

Erst die Fusion zwischen Minden und Petershagen, dann der Bezug der neuen Zentrale in der Marienstraße und jetzt das Jubiläum „125 Jahre Genossenschaftsbank“ – bei der Volksbank Mindener Land geht es derzeit Schlag auf Schlag. Ein Jahr mit einem besonderen Ereignis reiht sich an das nächste.

Parallel dazu läuft das Tagesgeschäft der Kreditgenossenschaft weiter auf hohen Touren. Das zeigt die Bilanz des Jahres 2012, die die beiden Vorstandsmitglieder Peter Scherf und Ulrich Ernsting jetzt Vertretern der regionalen Medien an einem historisch bedeutsamen Datum vorstellten: dem Gründungstag der Bank. Exakt 125 Jahre zuvor, am 15. Februar des Jahres 1888, war mit dem „Spar- und Darlehnskassenverein Ovenstedt eGmuH“ der älteste Vorläufer der heutigen Volksbank Mindener Land ins Leben gerufen worden.

Damals wie heute das Kerngeschäft der Kreditgenossenschaft: Annahme von Kundengeldern zu treuen Händen und Herausgabe derselben in Form von Darlehn an private und gewerbliche Investoren. Während die Summen von damals noch im Tausenderbereich lagen, hat das betreute Kundenvolumen der Volksbank Mindener Land inzwischen die Milliardengrenze überschritten. Von den 1,2 Milliarden Euro entfallen 783 Millionen Euro (plus 5,3 Prozent) auf die so genannten bilanziellen Einlagen, also die Bestände auf Giro-, Festgeld- und Sparkonten. Weitere 425 Millionen Euro verwaltet das Institut für seine Mitglieder und Kunden in Form von Wertpapieren, Lebensversicherungen oder Bausparverträgen.

Für Peter Scherf ist der überdurchschnittliche Zuwachs bei den Kundeneinlagen nicht nur auf die derzeit hohe Liquidität der Firmenkunden zurückzuführen. Scherf: „Hier spiegelt sich auch wider, dass wir 2012 häufig und intensiv mit unseren Kunden über eine gut strukturierte Anlage ihres Vermögens gesprochen haben.“ Die individuelle Beratung und Betreuung der Kunden soll weiter ausgebaut werden. Ulrich Ernsting: „Wir wollen mindestens einmal im Jahr mit jedem Kunden ins Gespräch kommen.“

Gefragt war die Volksbank Mindener Land im Jahr 2012 auch als Kreditgeber. Die Summe der Ausleihungen lag mit 686,4 Millionen Euro um 6,5 Prozent über dem Vorjahreswert. Privates und gewerbliches Kreditgeschäft halten sich dabei in etwa die Waage. Als Genossenschaft zur Förderung ihrer Mitglieder verpflichtet, sieht die Volksbank Mindener Land eine wichtige Aufgabe in der Vermittlung zinsgünstiger Darlehn der öffentlichen Hand. Insgesamt 339 Investoren (Vorjahr: 280) aus privatem Wohnungsbau, Landwirtschaft und gewerblicher Wirtschaft verhalf das Institut in den vergangenen zwölf Monaten zu einem so genannten Programmkredit.

Geschäftszahlen der Volksbank Mindener Land 2012
Geschäftszahlen der Volksbank Mindener Land 2012

Mit ihren 303 Mitarbeitern (unter ihnen 25 Auszubildende) hat die Bank ein Ergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erwirtschaftet. Peter Scherf: „Wir sind zufrieden. Unsere Mitarbeiter haben einen guten Job gemacht. Allerdings birgt das niedrige Zinsniveau für uns auch weiterhin das Risiko sinkender Erträge.“ An ihrem geschäftlichen Erfolg will die Volksbank einmal mehr ihre Eigentümer beteiligen. Geplant ist die Ausschüttung einer 5,0-prozentigen Dividende an die 32.210 Mitglieder. Stichwort „Mitglieder“: Aktuell ist knapp jeder zweite Kunde der Bank gleichzeitig Anteilseigner. Diese Quote will die Bank weiter steigern. Ulrich Ernsting: „Das Geschäftsmodell Genossenschaft basiert auf einer partnerschaftlichen und vertrauensvollen Beziehung zwischen der Bank und ihren Mitgliedern. Unser Ziel lautet deshalb: Jeder Kunde ein Mitglied.

Die Volksbank Mindener Land ist in den vier Kommunen Hille, Minden, Petershagen und Porta Westfalica für ihre Mitglieder und Kunden an insgesamt 34 Stellen (darunter vier reine SB-Standorte) präsent. Mit einem Aufkommen von mehr als zwei Millionen Euro ist die Volksbank Mindener Land einer der größeren Steuerzahler in ihrem Geschäftsgebiet. Darüber hinaus hat die Bank sich auch im Jahr 2012 wieder in erheblichem Maße finanziell für das Gemeinwohl engagiert. Kindergärten, Schulen, Vereine, Kirchen und andere Institutionen aus den vier Kommunen wurden mit insgesamt 270.000 Euro gefördert.