Ulrich Ernsting verlässt die Volksbank-Kommandobrücke

Langjähriger Genossenschaftsbanker geht zur Jahresmitte auf eigenen Wunsch

Zwei Jahre nach der erfolgreichen Fusion der Volksbanken Minden-Hille-Porta und Petershagen kommt es zu einer personellen Veränderung an der Spitze der Volksbank Mindener Land: Auf eigenen Wunsch wird Vorstandsmitglied Ulrich Ernsting Mitte des Jahres sein Amt niederlegen und das Institut verlassen. Über die Personalie hat der Volksbank-Aufsichtsrat in dieser Woche die Mitglieder der Vertreterversammlung und der regionalen Beiräte informiert. In dem Schreiben an die Gremienmitglieder führt Aufsichtsratsvorsitzender Reinhard Gottschalk „unterschiedliche Auffassungen und Bewertungen zur Geschäftspolitik und zur künftigen Ausrichtung der Bank“ als Gründe für das Ausscheiden von Ulrich Ernsting an.

Ulrich Ernsting, Genossenschaftsbanker mit fast 39-jähriger Berufserfahrung, davon 27 Jahre im Vorstand, bestätigt die Begründung des Aufsichtsrats. Der 55-jährige Petershagener: „In den vergangenen zwei Jahren haben wir erfolgreich daran gearbeitet, die beiden Volksbanken Petershagen und Minden-Hille-Porta zu einem starken und schlagkräftigen Institut zusammenzuführen. Jetzt geht es darum, die Bank sturmfest zu machen, auf die Zukunft neu auszurichten und dabei mit einer Stimme zu sprechen.“ Mit dem Verzicht auf sein Mandat, so Ernsting, mache er den Weg dazu frei.

Wie es mit ihm selbst beruflich weitergeht, dazu äußert sich Ernsting zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Der scheidende Vorstand: „Es gibt erste Pläne und Gedankenspiele. Nach dem Ausscheiden werde ich erst einmal tief Luft holen, Abstand gewinnen und mich danach beruflich neu orientieren.“

Unterdessen ist der Aufsichtsrat bereits mit der Frage der Nachfolge beschäftigt. Vorsitzender Reinhard Gottschalk: „Wir sind zuversichtlich, den Mitarbeitern und Mitgliedern der Bank spätestens zur Jahresmitte eine zukunftsweisende Lösung präsentieren zu können.“ Dem scheidenden Vorstandsmitglied Ulrich Ernsting spricht der Aufsichtsratsvorsitzende größten Respekt aus. Gottschalk: „Ulrich Ernsting ist mit Leib und Seele Genossenschaftsbanker. Er hat maßgeblichen Anteil an der positiven Entwicklung unseres Instituts. Dafür sprechen wir ihm unseren Dank und unsere Anerkennung aus.“