Fusion der Volksbanken Mindener Land und Bad Oeynhausen-Herford ist beschlossen

Für die Vertreter alles andere als Routine

Die Vertreter der Volksbank Mindener Land haben sich am Donnerstag (13.8.2020) einstimmig für den Zusammenschluss ihres Hauses mit der benachbarten Volksbank Bad Oeynhausen-Herford ausgesprochen. Nachdem dort zwei Tage zuvor das positive Vertretervotum bereits gefallen war, ist nun die Volksbank Herford-Mindener Land aus der Taufe gehoben.

Alljährlich informieren Vorstand und Aufsichtsrat ihre Mitglieder-Vertreter auf der Versammlung über den wirtschaftlichen Verlauf des vergangenen Jahres und lassen über die Ergebnisverwendung sowie ihre Entlastung abstimmen. Soweit, so normal. Wenn über so eine weitreichende Weichenstellung wie eine Verschmelzung zu entscheiden ist, ist von Routine keine Rede mehr. Und wenn man sich dann noch im Vereinszentrum Möllbergen versammelt und die Stimmkarte dort hebt, wo sonst Handballer um den Sieg kämpfen und das Publikum mitfiebert - dann ist man im denkwürdigen Corona-Jahr 2020, in dem vieles anders läuft.

In der großen Halle hatten die Vertreter genügend Platz, um alle Rahmenbedingungen zu erfüllen. Maskenpflicht, Einbahnstraßen-Laufwege, Abstände zwischen den besetzten Stühlen, Desinfektion des Rednerpultes, Getränke am Platz – mit all diesen Maßnahmen wurde die persönliche Anwesenheit und somit Austausch und Diskussion ermöglicht.

Entsprechend erfreut zeigte sich Peter Scherf, Vorstandssprecher der bisherigen Volksbank Mindener Land, über den Verlauf des Abends und das Abstimmungsergebnis: „Aus wirtschaftlicher Stärke heraus können wir Dinge bewegen: für unsere Mitglieder und Kunden, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und für das gesamte Herforder und Mindener Land. Dieser Gedanke hat uns geleitet bei den Bestrebungen zum Zusammenschluss zweier gesunder Unternehmen, der Volksbanken Bad Oeynhausen-Herford und Mindener Land. Schön, dass unsere Vertreter unserer Argumentation gefolgt sind.“

Nachfolgend die wichtigsten Fakten zur neu entstehenden Volksbank Herford-Mindener Land eG:

Rechtlich wird die Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2020 wirksam. Mit der Eintragung in das Genossenschaftsregister ist Anfang Oktober zu rechnen. Ihren juristischen Sitz hat die Bank in Herford. Das Haus arbeitet mit zwei Verwaltungssitzen, den beiden vormaligen Verwaltungsstandorten an der Werrestraße 67 in Herford und an der Marienstraße 124 in Minden. Die technische Zusammenführung erfolgt am Wochenende 9. bis 11. Oktober 2020.

Kunden und Mitglieder der Volksbank Mindener Land werden sich an eine neue Bankleitzahl gewöhnen müssen. Über diese und weitere Veränderungen wird die Volksbank rechtzeitig und umfassend schriftlich informieren und bei der Umsetzung unterstützen.

Zum Vorstandssprecher des neuen Hauses wird Andreas Kämmerling (Herford) ernannt. Oliver Ohm (Herford), Peter Scherf (Minden) und Udo Napp (Minden) vervollständigen aktuell das Vorstandsteam.

Der neue Aufsichtsrat setzt sich aus 21 Personen zusammen, davon neun Kapitalvertreter aus Herford und fünf Kapitalvertreter aus Minden. Aufgrund der Mitarbeiterzahl sind außerdem sieben Mitarbeiter-Vertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden. Klaus Kemper (Herford) soll Vorsitzender des Gremiums werden und Heinrich Meier (Minden) sein Stellvertreter.

Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Herford-Mindener Land eG
v.l.: Andreas Kämmerling, Peter Scherf, Heinrich Meier, Klaus Kemper, Oliver Ohm, Udo Napp

Die addierten Zahlen (Stand 31.12.2019):

Kundenanzahl rd. 157.000
Mitglieder: 81.545
Mitarbeiter: 618
Bankstellen: 49 (davon 8 SB-Stellen), zzgl. 2 Verwaltungssitze
Bilanzsumme: 3.945 Mio. EUR
Betreutes Kundenkreditvolumen: 2.934 Mio. EUR
Betreutes Kundenanlagevolumen: 4.317 Mio. EUR

Die Volksbank Herford-Mindener Land sieht sich gut gerüstet für die Bankenzukunft in einem immer schwieriger werdenden Umfeld. „Wir wollen für die Menschen und Unternehmen vor Ort erster finanzieller Ansprechpartner sein und bleiben. Und wir wollen auch weiterhin Unterstützer für Bildung, Sport, Kultur und soziale Projekte sein, um die Region für die hier lebenden Menschen nach vorn zu bringen. Dafür steht unser neuer gemeinsamer Slogan ‚Nah und Stark‘: Wir bleiben vor Ort – persönlich, telefonisch oder auf vielen digitalen Wegen.“